easy-soft GmbH Dresden

Aktuelle Meldungen

07.07.2020


OctoWare®TN – DEMIS-SARS-CoV-2 – Anbindung und Authentifizierung Ihres Gesundheitsamtes

Das RKI hat am 17.06.2020 alle Gesundheitsämter mit einem Schreiben darum gebeten, sich darauf vorzubereiten, um künftig Meldungen von SARS‑CoV‑2‑Erregernachweisen elektronisch empfangen und verarbeiten zu können. Hintergrund für diese Aufforderung ist, dass inzwischen eine erste Ausbaustufe des künftigen DEMIS-Projekts „DEMIS-SARS‑CoV‑2“ im Rahmen der Beschleunigungsaktion zur Übermittlung von Labordaten zu den öffentlichen Gesundheitsämtern unter der Leitung des BMG und der Mitwirkung des RKI, von Fraunhofer FOKUS und der gematik GmbH nahezu abgeschlossen ist. Es sind die technischen Voraussetzungen geschaffen worden, um zunächst ausschließlich SARS‑CoV‑2-Erreger­nachweismeldungen elektronisch von dazu autorisierten Laboren zum zentralen DEMIS-SARS‑CoV‑2-Server zu übermitteln.

Was ist zu tun?

In der Folge geht es nun darum, alle Gesundheitsämter schnellstmöglich technisch in die Lage zu versetzen, diese Erregernachweismeldungen vom zentralen DEMIS-SARS‑CoV‑2-Server abholen und in der eigenen Fachsoftware weiter­verarbeiten zu können. Dazu sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Beantragung eines gültigen Zertifikats bei der Bundesdruckerei (D‑Trust, siehe o. g. Schreiben des RKI vom 17.06.2020) als Zugangsvoraussetzung für den zentralen DEMIS-SARS‑CoV‑2-Server
  • Installation einer Softwarekomponente (DEMIS-Importer) für die elektronische Kommunikation zwischen Gesundheitsamt und zentralem DEMIS-SARS‑CoV‑2-Server
  • Aktualisierung der Fachanwendung der Gesundheitsämter auf eine Version, die über die Importschnittstelle zur Weiterverarbeitung der elektronischen SARS‑CoV‑2-Erregernachweis­meldungen verfügt

Wie funktioniert das?

Zertifikat

Auf dem zentralen DEMIS-SARS‑CoV‑2-Server wird für jedes Gesundheitsamt ein individuelles Postfach eingerichtet. In diesem Postfach werden die von den am DEMIS-Projekt teilnehmenden Laboren übermittelten SARS‑CoV‑2-Erregernachweismeldungen - verschlüsselt - abgelegt, weil die Erregernachweismeldungen schutzwürdige Daten der getesteten Personen enthalten. Das Anmelden eines Gesundheitsamtes an seinem Postfach und das Entschlüsseln der Labormeldungen ist nur dann möglich, wenn ein elektronisches Zertifikat vorhanden ist.

DEMIS-Importer

Sobald ein Gesundheitsamt über das erforderliche Zertifikat verfügt, kann die elektronische Kommunikation zwischen dem Gesundheitsamt und dem zentralen DEMIS-SARS‑CoV‑2-Server eingerichtet werden. Für diese Aufgabe sind gemäß einer vertraglichen Vereinbarung mit dem BMG die Hersteller der im jeweiligen Gesundheitsamt eingesetzten Fachsoftware in Zusammenarbeit mit der IT-Fachabteilung des Gesundheitsamtes verantwortlich. Die easy‑soft GmbH Dresden wird dazu ihre Kunden umgehend kontaktieren.
Die für diese Kommunikation erforderliche Softwarekomponente, der so genannte DEMIS-Importer, wurde vom RKI am 03.07.2020 veröffentlicht und an die verschiedenen Softwarehersteller ausgeliefert. Sobald der Importer im Gesundheitsamt in Betrieb gegangen ist, wird das Postfach des Gesundheitsamtes auf dem zentralen DEMIS-SARS‑CoV‑2-Server periodisch nach neuen SARS‑CoV‑2-Erregernachweis­meldungen abgefragt. Liegen entsprechende Meldungen vor, werden diese durch den Importer zum Gesundheitsamt übertragen.

Importschnittstelle

Der Import der Erregernachweisdaten beim Gesundheitsamt setzt das Vorhandensein einer entsprechen­den Labordaten-Importschnittstelle in der Fachsoftware voraus. Diese ist für OctoWare®TN ab der Version 11.04.00 verfügbar. Mit der Auslieferung der neuen OctoWare®TN-Version hat die easy‑soft GmbH Dresden am 07.07.2020 begonnen.

Was ist jetzt möglich / noch nicht möglich?

Bis auf weiteres werden nur wenige Gesundheitsämter SARS‑CoV‑2-Erregernachweismeldungen auf dem beschriebenen Weg erhalten. Die Ursache dafür besteht in der aktuell noch sehr geringen Anzahl der in den elektronischen Meldeprozess eingebundenen Labore. Das RKI hat dazu am 06.07.2020 mitgeteilt, zuerst in den Regionen auf die Labore zuzugehen und sie in den elektronischen Meldeprozess einbinden zu wollen, in denen alle Gesundheitsämter empfangsbereit sind. Es sollte daher im Interesse jedes Gesundheitsamtes sein, sich schnellstmöglich für den Empfang der elektronischen SARS‑CoV‑2-Erregernachweismeldungen zu rüsten.
Die vom RKI vorgegebene und so auch für die Implementierung in OctoWare®TN verwendete, aktuelle Spezifikation der Labordaten-Importschnittstelle, ist, anders als das im Gesamtkontext der zur Beschleunigung des Übermittlungsprozesses der Laborergebnisse zu den Gesundheitsämtern unternommenen Anstrengungen vielleicht erwartet wurde, nicht dafür konzipiert, die eingehenden Labormeldungen automatisiert zu verarbeiten. Der Import jeder einzelnen Meldung erfordert die aktive Mitwirkung einer Fachkraft auf Seiten des Gesundheitsamtes beim Import jeder einzelnen Labormeldung. Genau genommen wird gegenwärtig nur die in den meisten Bundesländern bisher als Standard praktizierte, analoge Übermittlung von Labormeldungen per Fax durch die elektronische Übermittlung der Labormeldungen für SARS‑CoV‑2-Erregernachweise abgelöst. Dass im Zuge der Weiterentwicklung des Infektionsschutz-Meldesystems in Richtung DEMIS auch eine Qualifizierung der Schnittstelle erfolgen wird, beispielsweise durch konsequente und durchgängige Verwendung von standardisierter Laborparametercodes, bleibt zu hoffen.
Obwohl die in den vergangenen drei Monaten neu geschaffene technische Basis für die Übermittlung der elektronischen Labormeldungen in einigen Grundzügen bereits der des künftigen DEMIS-Systems entspricht, können bis auf weiteres ausschließlich SARS‑CoV‑2-Erregernachweismeldungen übermittelt und verarbeitet werden. Mehr erlaubt die vom RKI für diese erste Ausbaustufe spezifizierte Importschnittstelle zurzeit nicht. Dies zu ändern und die mit großem Aufwand neu aufgebaute Infrastruktur auch für die Übermittlung von Labordaten für alle anderen Bereiche des Infektionsschutz nutzbar zu machen, ist, neben der Konzentration auf die Aktivitäten zur Eindämmung der Covid‑19-Pandemie, oberstes Gebot.

To Do – easy‑soft GmbH Dresden

Wir als easy‑soft GmbH Dresden haben uns im Rahmen der vom BMG im April 2020 initiierten „Beschleunigungsaktion zur Schaffung einer sehr kurzfristigen Übergangslösung für elektronische und automatisierte Meldewege von den medizinischen Laboren zu den öffentlichen Gesundheitsämtern für Covid‑19-Testergebnisse“ das Ziel gestellt, für die von uns betreuten Gesundheitsämter eine zuverlässig funktionierende, ausbaufähige und auch auf die Anforderungen des künftigen DEMIS-Systems ausgerichtete Lösung zu erarbeiten. Mit der Veröffentlichung der OctoWare®TN-Version 11.04.00 haben wir dieses Ziel jetzt erreicht.
Wir werden uns in den kommenden Tagen und Wochen darauf konzentrieren, alle von uns betreuten Gesundheitsämter bei der Installation und Inbetriebnahme der benötigten Softwarekomponenten für den Empfang und die Verarbeitung der SARS‑CoV‑2-Erregernachweismeldungen zu unterstützen. Es ist unser Ziel, diese Aufgabe bis Ende Juli 2020 abzuschließen. Darüber hinaus werden wir uns bemühen, unser Wissen und unsere Erfahrungen im Bereich Infektionsschutz an alle Interessierten, insbesondere natürlich an die Gesundheitsämter weiterzugeben und unsere Hilfe und Unterstützung anbieten.
Darüber hinaus werden wir alle am Projekt Beteiligten regelmäßig über den erreichten Stand bei der Unterstützung der Gesundheitsämter informieren, insbesondere unsere Auftraggeber, das BMG und das RKI. Wir verbinden damit auch die Hoffnung, dass im Interesse eines einheitlichen, konstruktiven Vorgehens zur Eindämmung der Covid‑19-Pandemie und darüber hinaus in Richtung DEMIS der Informationsaustausch zwischen allen Beteiligten, dem BMG, dem RKI, den Landesgesundheitsämtern und den kommerziellen Softwareherstellern deutlich verbessert und intensiviert werden kann.

Ausblick

Wir schätzen ein, dass wenn alle Gesundheitsämter in der Lage sind, von den Laboren elektronisch übermittelte SARS‑CoV‑2-Erregernachweismeldungen zu empfangen und zu verarbeiten, ein wichtiger Meilenstein zur Eindämmung der Covid‑19-Pandemie in Deutschland erreicht ist. Der zielgerichtete, weitere Aufbau des Infektionsschutz-Meldesystems in Richtung DEMIS muss nun durch Weiterführung der im ersten Abschnitt praktizierten Zusammenarbeit vorangebracht werden.
Unser besonderer Dank für gute und konstruktive Zusammenarbeit sowie für ausgezeichnete Kommunikation im Rahmen der ersten Entwicklungsetappe gilt an dieser Stelle dem Bereich gematik und Telematikinfrastruktur beim BMG, dem die Koordination und Betreuung aller am DEMIS-SARS‑CoV‑2-Beschleunigungsprojekt Beteiligten oblag. Wir würden es sehr begrüßen, wenn auch der weitere, gemeinsame Aufbau des DEMIS-Projekts unter der Leitung des Bereichs gematik und Telematikinfrastruktur des BMG erfolgen würde.

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